La_Rotonda

Palladio (Andrea di Piero della Gondola)

Zum Wissen eines jeden Studenten der Kunstgeschichte gehört die Auseinandersetzung mit dem Architekten Andrea Palladio. Schon früh wurde sein Talent und seine „natürliche Neigung“, wie Palladio es selbst in seinem Werk „I Quattro Libri Dell’Archittetura“ nennt, erkannt und gefördert. Besonders in der Pedemura-Werkstatt konnte er Kontakte zu wichtigen Familien der Umgebung und zur beginnenden Herauskristallisierung seiner so charakteristischen Architektur. Besonders sein Mäzen und Freund Giangiorgio Trissino eröffnete ihm eine Welt der Bildung und des Wissens. Geführt von Trissino eignete sich Palladio antike Texte, besonders diejenige des Vitruv, an und unternahm Bildungsreisen nach Rom.

Zusammen mit seiner Frau Allegradonna zeugten sie fünf Kinder von denen jeder einzelne seinen eigenen Weg ging. Zum Leben des Palladio ist die lesenswerte Literatur „Palladio Lebensspuren“ von Guido Beltramini zu empfehlen. Mit aussergewöhnlichem Geschick verbindet Beltramini die Grundsätze der palladianischen Architektur mit der Verbildlichung der Atmosphäre des Veneto im Seicento.

Palladios Architektur kreuzt einen puristischen Stil mit antikisierenden Bauformen und einer zwar flatterhaften dennoch festzustellenden gepflegten Struktur.

mi.arte

Die Basilica Palladiana in Vicenza.

Die Basilica Palladiana in Vicenza.

Die Kulisse des Teatro Olimpico in Vicenza.

Die Kulisse des Teatro Olimpico in Vicenza.