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Die mi.arte Künstler verteilen Flyer!

Die mi.arte Künstler Olivia Heredia und Andreas Betschart flyern fleissig in der Altstadt von Zug in passender Montur und Kulisse!

Das erste Konzert des musikalischen Projektes AMOR IN MUSICA beginnt in 5 Tagen in Zug.

Weitere Informationen finden Sie auf Konzerte oder auf Facebook.

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Flyer

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Woher kommt der Begriff des Barocks?

Im deutschsprachigen Raum ist der Begriff „Barock“ erst seit der Mitte des 19. Jahrhunderts fest etabliert und wird seitdem für alle Kunstgattungen, also für Literatur, Musik, Malerei und Bildhauerei verwendet. Doch woher kommt der Begriff des Barocks?

Obwohl sich die Experten nicht ganz sicher und einig sind, ist bisher folgende Theorie vorherrschend: Der Ausdruck „Barock“ geht auf das portugiesische Wort „barucca“ zurück, was so viel bedeutet wie „seltsam geformte Perle“. Als Ausdruck der Juweliersprache soll dieser Begriff seit 1581 belegt sein. „Barucca“ wurde zunächst auch für Beschreibungen von etwas benutzt das „sonderbar“, „regelwidrig“, „wider den guten Geschmack“ sowie übertrieben „lächerlich“ war. Ähnlichkeiten gibt es auch mit dem Wort „verruga“, was in der portugiesischen Sprache Warze bedeutet. In die gleiche Richtung geht der italienische Begriff des „barocco“, das zusätzlich auch für betrügerische Transaktionen, Fälschung und Wucher angewandt wurde.

Woher kommt also dieser Name?

Im Barock liebte man alles was voller Verzierungen war. Man schätzte den Glanz, die Schnörkel und das Prächtige. Insbesondere nach der Renaissance, die nach Giorgio Vasari den Höhepunkt der Kunst definiert, wurde versucht die Kunst der Zeit danach durch übertriebene Überspitzung zu legitimieren. Vielen war das zu kitschig, übertrieben, schwülstig, albern oder eben „schief“. Darum wurde der Begriff „barocco“ im kulturhistorischen Kontext vorerst abfällig für die Beschreibung von solcher Kunst bezeichnet.

Zuerst wurde der Begriff des „barocco“ als Kategorie der Beschreibung von Werke italienischer Architektur des 17. Jahrhunderts verwendet. Im 18. Jahrhundert wurde der Begriff „baroque“ in Frankreich auf alles angewandt, was mit dem klassischen Begriff von Architektur nicht konform war. Im deutschsprachigen Raum ist der Begriff „Barock“ erst seit ca. Mitte des 19. Jahrhunderts etabliert, um den schmuckreichen Kunststil des 17. und 18. Jahrhunderts in allen Kunstgattungen zu beschreiben.

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Bald ist es wieder soweit: AMOR IN MUSICA geht in die zweite Runde

Liebe Kultur-Freunde

Bald ist es wieder so weit! Die Kulturproduzenten mi.arte laden herzlichst ein, die aufregende und überwältigende Zeitreise in den Barock zu unternehmen.

AMOR IN MUSICA geht mit einem neuen Programm in die zweite Runde. Wir halten Sie auf dem Laufenden mit Hintergrundinformationen und Trivia zum Zeitalter des Barocks und mit Einblicken hinter die Kulissen. Bleiben Sie informiert und verpassen Sie nichts mehr: Folgen Sie uns auf Facebook

In drei Konzerten (2. April, 3. April und 17. April 2016) wird Ihnen die kreative Welt der Kultur und Musik des Barocks näher gebracht. Drei der wichtigsten Barock-Komponisten G. F. Händel, J. B. Lully und A. Vivaldi werden Sie in die Zeit der Dynamik führen. Kostüme und Tanzeinlagen vermitteln Ihnen die Welt des Pracht- und Prunkvollen.

Alles in allem eine sinnliche Einladung, sich in den Zeitgeist des Barocks zu versetzen.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch an einer unserer Konzerte in Zug, Zürich oder Wil (SG).

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Flyer

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Vier Fragen an Olivia Heredia, Initiatorin und Mezzosopran des Konzertprojektes AMOR IN MUSICA

Welche Werke gelangen an den Konzerten zur Aufführung?
Wir spielen italienische Werke von Antonio Vivaldi und Georg Friedrich Händel sowie Arien des französischen Hofkomponisten Jean-Baptiste Lully. Französische Barockmusik klingt hell und durchsichtig, italienische Barockmusik lebt hingegen von zahlreichen Verzierungen und ihrer Opulenz.

Neben der Musik wird ein Maître de Plaisir auftreten. Wie muss man sich seine Rolle vorstellen?
Den Maître de Plaisir gab es schon am Hofe von Louis VIX. Dieser koordinierte und organisierte die Vergnügungen am Hof und trat als Zeremonienmeister auf. Bei unserem Konzert führt er das Publikum durch das Programm und sorgt dabei für einige Überraschungen.

Sie werden in Barockkostümen auftreten. Von wo haben Sie diese Kostüme?
Alle Kostüme sind Handarbeiten, daher sind sie ziemlich kostbar. Stephan Mester hat sich sein Kostüm in der Schweiz auf den Leib schneidern lassen. Ich habe mein Kleid in einem Kostümatelier in Venedig erworden. Venedig ist dank des Karnevals einer der wenigen Orte, in denen das Handwerk der historischen Schneiderkunst noch existiert.

Was ist das Besondere am Konzertprojekt AMOR IN MUSICA?
Wir bieten mit AMOR IN MUSICA ein Konzerterlebnis für die Sinne. Unser Ziel ist es, mit der Musik, dem Tanz, den historischen Instrumenten und den Kostümen einen unmittelbaren Zugang zu dieser längst vergangenen Zeit zu schaffen. Die Zuhörer sollen nach unserem Konzert mit einer neuen Erfahrung im Herzen nachhause gehen.

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Palladio (Andrea di Piero della Gondola)

Zum Wissen eines jeden Studenten der Kunstgeschichte gehört die Auseinandersetzung mit dem Architekten Andrea Palladio. Schon früh wurde sein Talent und seine „natürliche Neigung“, wie Palladio es selbst in seinem Werk „I Quattro Libri Dell’Archittetura“ nennt, erkannt und gefördert. Besonders in der Pedemura-Werkstatt konnte er Kontakte zu wichtigen Familien der Umgebung und zur beginnenden Herauskristallisierung seiner so charakteristischen Architektur. Besonders sein Mäzen und Freund Giangiorgio Trissino eröffnete ihm eine Welt der Bildung und des Wissens. Geführt von Trissino eignete sich Palladio antike Texte, besonders diejenige des Vitruv, an und unternahm Bildungsreisen nach Rom.

Zusammen mit seiner Frau Allegradonna zeugten sie fünf Kinder von denen jeder einzelne seinen eigenen Weg ging. Zum Leben des Palladio ist die lesenswerte Literatur „Palladio Lebensspuren“ von Guido Beltramini zu empfehlen. Mit aussergewöhnlichem Geschick verbindet Beltramini die Grundsätze der palladianischen Architektur mit der Verbildlichung der Atmosphäre des Veneto im Seicento.

Palladios Architektur kreuzt einen puristischen Stil mit antikisierenden Bauformen und einer zwar flatterhaften dennoch festzustellenden gepflegten Struktur.

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Die Basilica Palladiana in Vicenza.

Die Basilica Palladiana in Vicenza.

Die Kulisse des Teatro Olimpico in Vicenza.

Die Kulisse des Teatro Olimpico in Vicenza.

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Victory Over the Sun

„This opera, with its numerous innovations in the realms of music and poetry as well as set and costume design, embodied the Spirit and artistic energy of the times.“

Zurzeit ist die Art Basel Messewoche in Basel und damit einhergehend gibt es tolle künstlerische Veranstaltungen. Eine davon war die Zusammenarbeit der Fondation Beyeler, des Stas Namin-Theaters (Moskau), der Art Basel und des Theater Basel. Sie war der bevorstehenden Ausstellung (4.10.2015 – 10.1.2016) über die futuristische Malerei von Kazimir Malevich und der russischen Avantgarde gewidmet. Zusammen führten sie die erste russische futuristische Oper „Victory Over the Sun“ (deutsch: Der Sieg über die Sonne) aus dem Jahre 1913 original auf russisch auf. Die Oper wurde nur zwei Mal 1913 im Lunapark-Theater in St. Petersburg aufgeführt und führte zu eine der grössten Skandale in der Welt des Theaters.

Die Oper ist eine interdisziplinäre Kooperation von russischen Künstlern: Das Libretto stammt von Alexej Krutschonych und der Prolog stammt von Welimir Chlebnikow, beides Dichter und Vertreter des Futurismus.

Die atonale Musik wurde von Michail W. Matjuschin, einem futuristischen Maler und Komponisten, geschrieben. Die Kostüme, das Lichtbild und das Bühnenbild stammen von Kasimir Malevich.

Eine wunderbare Erfahrung! Sehen Sie es sich am Besten selbst an: Zum Video

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