Vier Fragen an Olivia Betschart, Initiatorin und Mezzosopranistin des barocken
Konzertspektakels BÜRGERLICHER MUSIKGENUSS.

Was darf das Publikum im neuen Konzertspektakel erwarten?

In diesem Programm wird das Publikum in das bürgerliche Leben und die Musik der Barockzeit entführt. In der Schweiz haben wir wunderbare Städte wie Zug und Zürich, die historisch vom bürgerlichen Reichtum profitiert haben und von den Zünften geprägt wurden. Das Publikum erwartet eine Zeitreise in die Welt des Bürgertums von damals.

Können Sie etwas zur Musik des Programms sagen?

Bei der Auswahl der Werke haben wir den Fokus auf bürgerliche Barockmusik von Komponisten wie G.F. Händel, G.Ph. Telemann und J. Mattheson gesetzt. Die Stücke, die wir im Konzert spielen, entstanden aus dem Bedürfnis des Bürgertums heraus, sich von den Königshäusern musikalisch abzugrenzen. Ausserdem werden einige wunderbare Lieder von C.P.E. Bach zu hören sein, die leider nur selten zur Aufführung gelangen.

Sie werden Barocktänze präsentieren. Wie muss man sich diesen Tanzstil vorstellen?

Der Barocktanz hat sich ursprünglich aus Volkstänzen entwickelt und führte später zu den Grundlagen des klassischen Balletts. Dieser Tanzstil wird in aufwändigen Barockkostümen dargeboten und verlangt viel Beinarbeit und eine perfekte Körperbeherrschung. Die Bewegungen sind würdevoll und elegant.

Was macht die Einzigartigkeit des Ensembles AMOR IN MUSICA aus?

Das Ensemble AMOR IN MUSICA zeichnet sich durch seine Authentizität aus. Einerseits spielen wir in historisch informierter Aufführungspraxis, die Instrumente sind Nachbauten aus dem Barock und die Tänze werden in Originalchoreographien aufgeführt. Andererseits wird die Authentizität durch das Visuelle verstärkt, da wir alle in kostbaren Barockkostümen auftreten. Daraus entsteht ein Konzerterlebnis für die Sinne.

Zug, 30. Oktober 2017